Wer wir sind

Wir, Jeannette Hagen, Journalistin und Aktivistin aus Berlin, und Heike Pohl, freie Journalistin und Fotografin aus Hamburg, wollen die Öffentlichkeit gerade in der Corona-Krise klar und deutlich auf die unhaltbaren Zustände für geflüchtete Menschen auf der griechischen Insel Lesbos und in den anderen Lagern auf den Inseln aufmerksam machen. 

Auch nach dem Brand überlässt man die in Lagern wie Gefangene festgehaltenen Menschen inzwischen weitgehend sich selbst. Das Trinkwasser ist rationiert, die tägliche Portion Essen ebenfalls. Es gibt keine Duschen, keine Möglichkeiten, Kleidung oder Decken zu waschen. Wenn es regnet, versinkt das neue Camp im Matsch. Die Menschen leben zwischen Ratten, Krätze, katastrophalen hygienischen Bedingungen und Hoffnungslosigkeit unter Umständen, für die man sich als Europäer definitiv nur schämen kann.
Griechenland lässt die Lage dort offensichtlich bewusst eskalieren und kalkuliert wohl auch mit ein, dass das Corona-Virus unter diesen Bedingungen freie Bahn hat, für die Menschen zu einem Kampf auf Leben und Tod zu werden.

Mit unserer Aktion „signs4humans“ erheben bekannte bzw. prominente Menschen aus Kunst, Kultur, Wirtschaft und Politik gemeinsam mit uns ihre Stimmen für eine Räumung der Lager und dafür, dass die Menschen ENDLICH unter menschenwürdigen Bedingungen untergebracht und versorgt werden. Warum bei uns nur prominente Namen? Weil wir der Überzeugung sind, dass so der Druck auf Entscheider erhöht wird.

Aber nicht nur wir fordern die Evakuierung: Mit großem Engagement setzt sich derzeit die Initiative #leaveNoOneBehind für die Menschen auf Lesbos ein. Auf einer Petition haben bereits über 250.000 Menschen unterschrieben. Diese wichtige Initiative geht von Sven Giegold und Erik Marquardt aus, beide für die GRÜNEN im EU-Parlament. Jeder kann sie unterzeichnen.

Vielleicht sind Sie auch dabei und möchten diese wichtige Petition unterzeichnen? Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

 

5 Kommentare zu „Wer wir sind

  1. Ich wünsche keiner der Personen, die diese Aufruf nicht unterzeichnen wollen, dass sie sich auch nur 24 Stunden in einem der genannten Lager aufhalten müssten. Sie würden durchdrehen. Warum lässt Europa zu, dass solche Lager überhaupt existieren?Holt die Menschen da raus und sorgt für die Schließung der Lager.

    Gefällt 1 Person

  2. Unfassbar ist zu allen Zeiten, was Menschen einander antun. Aber dass dieses Europa mit seinen Rechten, Demokratien und Gesetzen seit Jahren diese Lager zulässt, Griechenland nicht hilft, zeigt, wie wenig wir Menschenwürde, Asylrecht und die immer behaupteten Werte achten. Wie leicht könnten alle Lager geräumt und die Menschen im Guten in Europa verteilt werden. Wie nötig wäre es, endlich keine Waffen mehr an kriegstreibende Systeme zu liefern.
    Dr. J. Monika Walther

    Liken

  3. Diese Lager haben schon in „normalen“ Zeiten eine humanitäre Katastrophe dargestellt und gehörten aufgelöst. Die Menschen in der jetzigen Situation dort sich selbst zu überlassen ist unterlassene Hilfeleistung, die tausende Menschenleben kosten wird.

    Liken

Schreibe eine Antwort zu Annette-Mina Schrick Antwort abbrechen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: